Heute ist Mittwoch, der 14. Oktober 2026, und mittlerweile lässt sich der Herbst wirklich nicht mehr übersehen. Draußen zeigt er sich teilweise von seiner wunderbar schmuddeligen Seite: grauer Himmel, feuchte Straßen, kühle Luft und Wetter, bei dem die heimische Couch plötzlich noch ein kleines bisschen gemütlicher aussieht als sonst.
Aber irgendwie gehört genau das zum Herbst dazu. Und wenn es draußen ungemütlicher wird, gibt es schließlich kaum etwas Schöneres, als es sich drinnen gemütlich zu machen, vielleicht etwas Warmes zu trinken und dazu gute Musik laufen zu lassen. Für den musikalischen Teil können wir heute zumindest schon einmal etwas beitragen, denn unsere KlarFM Top 40 bekommen wieder frischen Nachschub.
Drei neue Titel haben diesmal ihren Weg in unsere Liste gefunden. Dabei geht es von soulig-elektronischen Grooves über modernen Neo-Soul bis hin zu einem ungewöhnlichen, verträumten Indie-Stück, das sich musikalisch ebenso wenig in eine einfache Schublade stecken lässt wie der Herbst in einen verlässlichen Wetterbericht.
Unsere Neueinsteiger
- Nao & Bo Saero – „HOLDING ON”
„HOLDING ON“ lebt von einer wunderbar spannenden Kombination: Produzent Nao verbindet eine federnde elektronische Produktion mit der souligen Stimme von Bo Saero. Statt sofort mit großen Drops um sich zu werfen, baut der Song seine Spannung Stück für Stück auf. Rhythmus, Bass und Gesang greifen immer wieder ineinander, während kleine Breaks dafür sorgen, dass man förmlich auf den nächsten Schub wartet. House trifft hier auf Soul und einen leicht britisch anmutenden Groove – elegant, warm und gleichzeitig wunderbar beweglich. - DVYN – „In My Face”
Bei DVYN wird es deutlich intimer. „In My Face“ beginnt mit einer markanten Pianomelodie und entwickelt daraus eine verträumte Klangwelt aus geschichteten Stimmen, verschwommenen Vocal-Texturen und einer angenehm zurückhaltenden Produktion. Musikalisch bewegt sich der Song zwischen Neo-Soul, R&B, Jazz und Rap und wirkt dabei gleichzeitig sinnlich, nachdenklich und sehr persönlich. Einer dieser Titel, bei denen man beim ersten Hören vielleicht noch gar nicht jedes Detail mitbekommt – und deshalb gerne ein zweites Mal genauer hinhört. - Peel Dream Magazine – „Blind Faith”
Mit „Blind Faith“ bekommen unsere Top 40 zum Abschluss noch einen besonders eigenwilligen Neuzugang. Joe Stevens arbeitete bereits während der Entstehung von „Rose Main Reading Room“ an dem Stück, war mit dem Ergebnis jedoch lange nicht zufrieden und legte es zunächst zur Seite. Erst später nahm er die Arbeit daran wieder auf. Inspiriert wurde der Song unter anderem von Thom Yorkes „The Eraser“, The Books und minimalistischer, glitchiger Musik. Inhaltlich geht es darum, durch das Labyrinth des eigenen Kopfes zu wandern und einen Ausweg aus Gewohnheiten zu suchen, die einen immer wieder an dieselbe Stelle zurückführen. Verträumt, experimentell und ein bisschen verschroben – im besten Sinne.
Damit sind es diesmal zwar „nur“ drei Neueinsteiger, aber wie so oft gilt auch bei unserer Musiksuche: Die Zahl allein sagt herzlich wenig darüber aus, wie spannend ein Update sein kann. Jeder dieser drei Titel bringt eine ganz eigene Atmosphäre mit und gemeinsam ergeben sie eine kleine musikalische Reise, die hervorragend zu dieser Jahreszeit passt.
„HOLDING ON“ bringt Bewegung und Wärme in den Tag, DVYN macht es mit „In My Face“ etwas persönlicher und ruhiger, und Peel Dream Magazine liefern mit „Blind Faith“ schließlich einen Song, bei dem man sich wunderbar für ein paar Minuten in einer ganz eigenen Klangwelt verlieren kann.
Vielleicht ist das ja ohnehin eine der angenehmen Seiten des Herbstes: Man muss nicht mehr ständig das Gefühl haben, draußen etwas zu verpassen. Wenn es vor dem Fenster nieselt, der Wind durch die Bäume zieht und die Tage langsam kürzer werden, darf man es sich ohne schlechtes Gewissen daheim gemütlich machen. Und mit der richtigen Musik wirkt selbst ein grauer Nachmittag gleich ein bisschen freundlicher.
Wir hoffen deshalb, dass euch unsere drei neuen Top-40-Titel genauso gut gefallen wie uns und vielleicht sogar der eine oder andere neue Lieblingssong darunter ist. Schließlich braucht es manchmal gar keine riesige Menge neuer Musik – ein paar richtig schöne Entdeckungen reichen vollkommen aus.
Macht es euch also gemütlich, genießt den Herbst auf seine ganz eigene Art und lasst euch von KlarFM musikalisch durch die nächsten Tage begleiten. Und wer weiß: Vielleicht zeigt sich zwischen all den Wolken ja zwischendurch sogar noch einmal die Sonne.
Wir halten natürlich weiterhin die Ohren nach neuer Musik offen und melden uns wieder bei euch, sobald es neue Top-40-Entdeckungen oder andere Neuigkeiten rund um KlarFM gibt.
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